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Artikel des Tages
Die Deportation von Juden aus Mainz war die systematische Verschleppung Mainzer Jüdinnen und Juden in Ghettos oder Vernichtungslager zur Zeit des Nationalsozialismus. Die Deportation von Juden aus Deutschland fand im Rahmen der „Endlösung der Judenfrage“, wie die seit Mitte 1941 geplante physische Vernichtung des jüdischen Volkes im nationalsozialistischen Deutschland verschleiernd genannt wurde, statt. Es begann bei den jüdischen Personen in Mainz im März 1942 mit der ersten und zahlenmäßig umfangreichsten Deportation. Weitere Transporte folgten im Herbst des Jahres und im Februar 1943. Insgesamt wurden circa 1130 Jüdinnen und Juden aus Mainz anfangs in das Zwischenlager Piaski und später nach Theresienstadt oder direkt nach Auschwitz oder Treblinka deportiert. Die meisten Deportierten wurden in einem der Ghettos oder Vernichtungslager entweder ermordet oder starben aufgrund Hunger, Zwangsarbeit oder Krankheit. Auch entzogen sich gerade vor den beiden fast zeitgleich stattfindenden Deportationen im September 1942 viele jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger durch Suizid ihrer Deportation. Von den 1942 bis 1944 deportierten Menschen überlebten nur wenige Personen. Aus Theresienstadt kehrte im Juli 1945 eine Gruppe von 24 Personen nach Mainz zurück. Einer von ihnen, Max Waldmann, wurde später erster Vorsitzender der neu gegründeten jüdischen Gemeinde in Mainz. – Zum Artikel …
Was geschah am 31. August?
- 1876 – Abdülhamid II. ersetzt seinen aus gesundheitlichen Gründen abgesetzten Bruder Murad V. als Sultan des Osmanischen Reiches.
- 1901 – In Lissabon geht die erste elektrifizierte Strecke der bisherigen Pferdebahn in Betrieb.
- 1951 – In Ost-Berlin hat Der Untertan, die von dem in West-Berlin lebenden Regisseur Wolfgang Staudte in Szene gesetzte Verfilmung des gleichnamigen Heinrich-Mann-Romans, Premiere.
- 1951 – Margarete Große, gemeinsam mit ihrer Schwester Elsbeth als aktive Bergsteigerin und Ballonfahrerin bekannt geworden, stirbt.
- 1956 – Tsai Ing-wen, 2016 bis 2024 Staatspräsidentin von Taiwan, kommt zur Welt.
In den Nachrichten
- Oliver Zeidler (Bild) hat bei den Ruder-Weltmeisterschaften in Amsterdam seinen vierten WM-Titel im Männer-Einer gewonnen.
- In einer Volksbefragung hat die Bevölkerung Islands gegen die Wiederaufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union gestimmt.
- Ein Vergleich, dessen gerichtliche Bestätigung noch aussteht, wird Meta Platforms dazu verpflichten, allen Jugendlichen in den USA den Zugang zu ihren Diensten auf 2 Stunden pro Tag zu begrenzen.
Kürzlich Verstorbene
- Antonino Fogliani (50), italienischer Dirigent († 29. August)
- Rukidi IV. (34), König von Toro († 27. August)
- Franz Becker (96), deutscher Politiker († 20. August)
- Rainer Graefe (85), deutscher Architekturhistoriker († 20. August)
- Wolf Oschlies (84), deutscher Politikwissenschaftler und Publizist († 18. August)
Schon gewusst?
- Alejandra Benítez focht bei Olympischen Spielen und im Wahlkampf für Hugo Chavéz.
- Sein Beamtenstatus war für den ersten FA-Cup-Finalschiedsrichter Alfred Stair die Treppe zum Schiedsrichterhimmel.
- Mounira El Mahdeya spielte schon vor rund hundert Jahren als erste ägyptische Muslimin Theater.
- Edith Rosenblüth überlebte im KZ mit einer falschen Häftlingsnummer.