Perl auf der CeBIT 2010

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Im Moment findet die CeBIT in Hannover statt und unsere Freunde vom $foo Perl-Magazin sind dort erstmals mit einem eigenen Stand vertreten!

Im Perl-Blog von Renée kann man nachlesen wie es so ist Aussteller auf der CeBIT zu sein, Fotos finden sich hier. Wir freuen uns besonders, dass Nestoria in die Perl-Broschüre zur CeBIT aufgenommen wurde. Denn auch Nestoria ist in Perl programmiert – ich habe mir sagen lassen, dass Perl die beste Programmiersprache überhaupt ist :-) .

Für alle die sich auf der CeBIT tummeln – schauen Sie doch mal beim Perl-Stand vorbei!

FOSSGIS 2010 in Osnabrück

Kleine Erinnerung an alle: Im Moment findet in Osnabrück die FOSSGIS Konferenz statt, die u.a. von Nestoria gesponsert wird.

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Die FOSSGIS (Free and Open Source Software Geospatial Information Systems) ist eine deutschsprachige Konferenz zum Thema OSM. Leider können wir selber nicht dabei sein, aber wir wünschen allen Teilnehmern viel Spass!

Dafür werden wir uns übernächstes Wochenende in Mannschaftsstärke auf dem WhereCampEU tummeln, davon aber später mehr.

Interview mit Yule Schmidt, Internationalisierungsspezialistin bei Twitter

Unser Interview für den Februar haben wir mit Yule Schmidt geführt, die die deutsche Übersetzung von Twitter, die vor kurzem live gegangen ist, koordiniert hat. Zusammen mit vielen anderen Twitter-Nutzern habe auch ich dabei geholfen die Seite zu übersetzen.

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Yule Schmidt, Twitter

Hallo Yule. Du arbeitest bei Twitter und warst u.a. für die deutsche Übersetzung der Seite zuständig. Kannst du kurz erklären was du genau bei Twitter so machst?

Ursprünglich wurde ich als Inter- nationalisierungsspezialistin für Deutsch angestellt. Mein Job bestand darin, die Übersetzung der Plattform durch unsere Übersetzer zu koordinieren, sowie einige Dokumente, wie die AGB und Datenschutz- bestimmungen selbst zu übersetzen (wir wollten unsere Übersetzer nicht mit so langen, komplizierten Seiten verschrecken!). Jetzt bin ich hauptsächlich für den Unterhalt der Webseite, sowie die Übersetzung der Hilfsartikel verantwortlich. Ich antworte auch auf alle Hilfsanfragen von deutschen Benutzern. Zur gleichen Zeit arbeiten die anderen Übersetzer und ich immer noch mit den Technikern, um den Übersetzungsprozess für künftige Sprachen mit einem verbesserten Übersetzungs-Tool zu vereinfachen.

Die Übersetzungen in die verschiedenen Sprachen wurden crowdsourced, d.h. mit Hilfe der Nutzer erstellt. Wieso habt ihr euch dafür entschieden, statt professionelle Übersetzer anzuheuern?

Erstens wollten wir die Ideen unserer Benutzer unbedingt in unsere Übersetzung integrieren – es sind letzten Endes die Benutzer, die die Plattform benutze. Durch die Debatten im Übersetzungsforum hatte ich ein bißchen Einblick in die Wünsche der Benutzer bekommen – natürlich konnte ich nicht jeden Wunsch erfüllen, aber ich habe versucht, einen Mittelgrund zu erreichen. Ursprünglich wollte ich unbedingt das Wort “Follower” übersetzen – ich dachte, eine Übersetzung wäre tausend Mal besser als das Englische Wort. Aber im Forum (und auch im Tool – denn ich konnte sehen wie viele Leute eine bestimmte Übersetzung gewählt haben) habe ich schnell gemerkt, dass die Benutzer lieber das englische Wort beibehalten wollten, also heißt es heute immer noch “Follower”.

Zweitens wollten wir nicht nur die Webseite ins Deutsche (und Französische, Italienische und Spanische) übersetzen, wir wollten ein wirksames Übersetzungs-Tool entwickeln, das wir für künftige Sprachen benutzen können. Twitter ist jetzt in fünf Sprachen außer Englisch verfügbar, aber für jede Übersetzung hatten wir interne Übersetzungshilfen. Der Übersetzungsleiter(in) für jede Sprache hat alle Übersetzungen überprüft und bearbeitet. Hoffentlich ist unsere Übersetzungsplattform bald für hundert Sprachen verfügbar, aber wir können einen derartig intensiven Übersetzungsprozess nicht für alle künftige Sprachen  beibehalten. Stattdessen wollen wir das Tool einfach perfektionieren. Dann können Leute überall auf der Welt die Plattform in ihre Sprache übersetzen, ohne dass sie unsere Steuerung brauchen.

Wie ist das Projekt gelaufen, glaubst du, dass ihr im nachhinein wieder dieselbe Entscheidung treffen würdet?

Meinerseits war das Projekt wirklich fantastisch; eine tolle Erfahrung.  Natürlich war der ganze Prozess nicht perfekt, aber die FIGS Sprachen waren ja unsere ersten Übersetzungsversuche mit dem Übersetzungs-Tool. Die einzige Sache, die ich in der Zukunft ändern würde, ist die Leistungsanerkennung für  unsere Helfer (also die Benutzer). Wie schon gesagt, habe ich die AGB und Datenschutzbestimmungen alleine übersetzt, weil wir fürchteten, es sei zu mühsam für die Benutzer: Die Übersetzung sollte Spaß machen  und nicht belastend sein. Hoffentlich können wir für die Übersetzer ein bißchen mehr anbieten als ein Abzeichen auf ihrer Profilseite, damit sie uns auch mit solchen Dokumenten helfen werden.

Aber wenn Du gemeint hast, ob ich persönlich die gleichen Übersetzungen wählen würde, kann ich ehrlich “Ja” sagen. Direkt nach dem Start der deutschen Seite dachte ich, dass ich einen furchtbaren Fehler mit meinen Übersetzungsauswahlen gemacht habe, denn ich habe ziemlich viel negatives Feedback von den Übersetzern bekommen. Aber jetzt, da unser User-Basis sich schwer vegrößert und verbreitet hat, beklagen sich Leute viel weniger darüber. Vielleicht hätte ich mich für einige andere Übersetzungen entscheiden sollen, aber ich glaube wirklich, dass die deutsche Plattform ziemlich gut aussieht.

Die Diskussionen unter den Übersetzern waren ja mitunter sehr leidenschaftlich – wie ist denn das Feedback von den deutschen Twitter-Nutzern?

Das Feedback von neuen Twitterern war überwältigend positiv. Ich freue mich riesig, wenn ich positive Erwähnungen von @twitter_de sehe. Du hast aber Recht, dass die Debatten im Forum manchmal ein bißchen aus dem Rahmen fielen. Ich habe viele negative E-Mails wegen der “Du”-Entscheidung erhalten – ich werde immer noch von “Du”-Alpträumen geplagt! Aber andererseits fand ich es eigentlich toll, mit wie viel Leidenschaft die Benutzer sich dem Projekt gewidmet haben. Hoffentlich twittern sie immer noch so, trotz der Übersetzungsentscheidungen. :-)

Was ist für dich die interessanteste Entwicklung im Internet in den letzten Jahren und was müsste noch erfunden/verbessert werden?

Ich bin wirklich vom Echtszeitsinformation-Phänomen angetan,Twitter natürlich eingeschlossen. Es ist erstaunlich, dass man jetzt Informationen erhalten kann mit irgendeinem Apparat, überall auf der Welt und zur gleichen Sekunde, in der es geschieht. Es ist, als ob die ganze Welt auf einmal miteinander kommuniziert. Das finde ich großartig und sehr ermächtigend. Zum Beispiel wird Twitter schon von dem United States Geological Survey (USGS) eingesetzt, weil sie durch Twitter-Benutzer schneller als mit einem Seismographen feststellen können,  wo ein Erdbeben passiert ist und wie stark es war – Leute twittern darüber in dem Moment, in dem es passiert. Das ist der Aspekt von Echtszeitkommunikation, den  ich wirklich aufregend finde – die Technologie ist zwar hervorragend und wir stellen eine tolle Plattform zur Verfügung, aber es sind die Benutzer, die die Inhalte beitragen.

Aber die Ära der Echtzeitkommunikation fängt ja erst an. Zwar steht jetzt viel Information zur Verfügung, aber es ist, meiner Meinung nach, immer noch viel zu viel – eine Informationswelle. Echtszeitskommunikationsanbieter wie Twitter müssen wirklich hart daran arbeiten, irgendwelche Filter zu entwickeln, um den Benutzer einige Einschränkungsmöglichkeiten anzubieten. Sonst ersaufen wir einfach alle in einer Informationsflut. Man kann ja nur so viele Tweets auf einmal verarbeiten . :-)

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg noch bei der Internationalisierung von Twitter! Nestoria findet man bei Twitter übrigens unter @nestoria.

Zeitmaschine SepiaTown

Letztens bekam ich eine Mail von unserem Hausverwalter, als kleines Extra hatte er ein Bild von unserem (denkmalgeschützten) Haus aus dem Jahre 1975 angehängt. Auf diesem kleinen, schwarz-weiss Foto ist nur die Hälfte von dem da, was jetzt steht, und die Hälfte ist noch dazu ziemlich heruntergekommen. Da verzeiht man schonmal die ein oder anderen altersbedingten Probleme mit Wasserleitungen…

Jedenfalls finde ich es immer sehr interessant zu sehen, wie Häuser oder Städte früher aussahen. Da kommt die Seite SepiaTown gelegen.

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Dort kann man sich mit Hilfe von Google Maps anschauen, wie bestimmte Orte sich verändert haben. Nutzer können Fotos (oder andere Bilder) hochladen und mit Orten verknüpfen. Dadurch entsteht eine schöne Sammlung von alten Bildern, die sonst vielleicht in Schubladen und alten Fotoalben auf dem Dachboden vergessen wären.

Bisher findet sich für Deutschland noch kein Eintrag, aber das kann ja noch werden. Die anderen Bilder sind aber auch interessant: Zum Beispiel die Tower Bridge in London, 1892 oder wie es in Manhattan aussah lange bevor die Twin Towers gebaut wurden.

So klingt Nestoria

Es ist Freitag, das Wochenende ist zum greifen nah. Zur Einstimmung hier ein kleiner Linktipp: Codeorgan.

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Man gibt einfach eine URL an und Codeorgan verwandelt den Code in Musik. Natürlich hab ich das gleich mal mit Nestoria ausprobiert, tatsächlich hören sich unsere internationalen Seiten alle anders an:
Nestoria Italia hat was von Lounge Musik, während Nestoria España mehr in den Elektro/Club Bereich geht. Nestoria UK erinnert mich ein wenig an die 70er, mit der elektronischen Orgel. Und Nestoria Deutschland hat den Funk!
Nett ist auch, dass zwar Drums und Synthesizer variieren, die Grundmelodie aber gleich bleibt. Verschiedene Interpretationen des selben Liedes, sozusagen.

Wenn unsere Programmierer von “schönem Code” sprechen werd ich in Zukunft bei Codeorgan vorbeischauen und prüfen ob der Code nicht nur schön aussieht, sondern sich auch schön anhört. Qualitätskontrolle mal anders!

Schönes Wochenende!

ITO World bei TED

Unsere Freunde von ITO beschäftigen sich vor allem mit Daten und Analyse zum Thema öffentliche Transportmittel und sind in diesem Zuge natürlich auch sehr bei OpenStreetMap engagiert. Vor ein paar Wochen wurden sie von Tim Berners-Lee, dem “Vater des Internet” gebeten, ein Visualisierung zu “Open Data 2009″ für seinen Vortrag bei der TED-Konferenz zu produzieren. ITO entschied sich dafür, die Geschichte von OSM in Haiti nach dem Erdbeben zu erzählen.




Gerade nach einer solchen Katastrophe ist es essentiell, dass Hilfskräfte zuverlässige Ortsdaten zur Verfügung haben um Einsätze koordinieren zu können. Schon nach 12 Stunden sieht man die ersten weißen Blitze aufleuchten die anzeigen, dass die Karte editiert wurde. Grüne Straßen sind Hauptstraßen, rote Nebenstraßen. Viele neue Attribute wurden hinzugefügt, zum Beispiel die Flüchtlingslager in blau. Diese Visualisierung der Tage nach dem Erdbeben zeigen, wie schnell in der Community reagiert wurde. Gerade dies ist einer der unschlagbaren Vorteile von OSM: Die Karten können unglaublich aktuell sein.

In diesem Fall stammen viele der Informationen auch von Satelliten, deren Daten öffentlich zur Verfügung gestellt wurden. In vielen Ländern findet momentan eine Debatte zu freien Daten statt, immer mehr Regierungen stellen statistische Daten online zur Verfügung damit sie in zahlreichen Projekten aufgearbeitet und zugänglich gemacht werden können.

Gute Nachrichten: Weniger Pageviews bei Nestoria!

Hier bei Nestoria freuen wir uns wenn unsere Pageviews (Seitenabrufe) zurückgehen. Der ein oder andere mag sich da verwirrt am Kopf kratzen, aber bei uns funktioniert eben manches anders.

Wir sind zuallererst eine Suchmaschine, und als solche geht es uns vor allem darum unseren Nutzern möglichst schnell und einfach das anzuzeigen, was sie suchen und sie dann weiterzuschicken. Je schneller ein Nutzer glücklich weiterzieht, desto weniger Pageviews generiert er. Deswegen: Weniger Pageviews = zufriedenere Nutzer.

Vor ein paar Wochen haben wir unserer Ergebnisseite ein neues Feature verpasst. Ohne jetzt zu sehr auf die technischen Details einzugehen: Ab sofort aktualisieren sich die Suchergebnisse automatisch, wenn die Karte bewegt oder die Regler verschoben werden. Dadurch müssen Nutzer noch weniger klicken und finden noch schneller was sie suchen.

Wir testen die Neuerung schon seit einer Weile, und bisher war das Feedback positiv. Wenn Sie eine Frage oder Anregung zur Neuerung haben möchten wir das natürlich auch hören.

Neuer Partner bei Nestoria: Immowelt

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Der erste von hoffentlich vielen weiteren Partnern, die wir dieses Jahr bei Nestoria willkommen heißen dürfen, ist Immowelt. Ab sofort können Nutzer auch auf die zahlreichen Angebote aus ganz Deutschland von Immowelt zugreifen. Wir freuen uns über den angenehmen Start in unsere Partnerschaft und hoffen auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit!

Nestoria Immobiliensuche in Layar

Letztes Jahr habe ich in diesem Blog noch von der Zukunft mit Augmented Reality geschwärmt, knapp ein halbes Jahr später freuen wir uns ankündigen zu dürfen, dass ab sofort unsere Immobiliensuche für Großbritannien auch in Layar verfügbar ist. In Zusammenarbeit mit Samsung UK wird die Nestoria Suche exklusiv als Bundle mit dem Samsung Galaxy ausgeliefert. Hier ein Video, in dem Matteo vom Nestoria Italia Blog und ich die Funktionen vorstellen:

Layar wird zusammen mit einigen exklusiven Anwendungen auf dem Samsung Galaxy in Großbritannien vorinstalliert sein. Das Handy funktioniert mit Android OS. Layar ist momentan nicht für’s iPhone verfügbar, ist aber für Anfang dieses Jahres angekündigt.

Interview mit Josh Devins, Nokia

Ich freue mich hier in unserem Blog ein Interview mit Josh Devins von Nokia präsentieren zu dürfen. Er ist Software Architekt in Nokias Map and Explore Gruppe, die unter anderem für Ovi Maps zuständig ist. Das Interview wurde ursprünglich auf English in unserem Nestoria UK Blog veröffentlicht, ich habe es übersetzt. Die Mobilbranche ist eine der am schnellsten wachsenden der letzten Zeit, umso mehr freuen wir uns, dass unser erster Interviewgast des Jahres jemand ist, der bei einem der größten Unternehmen in Bereich arbeitet.

Josh ist seit 2008 bei Nokia Berlin, vorher arbeitete er in Vancouver, Kanada in einer Reihe von Internetfirmen. Er hat einen Abschluss in Computer Sciences der Simon Fraser University in Burnaby, Kanada. Nokia Berlin konzentriert sich vor allem auf lokalisierte Dienste.

Josh, schön dass wir die Chance haben, mit dir über die Innovationen bei Nokia zu sprechen.

1. In den letzten Jahren ist Nokia stark in den Bereich der Kartographie vorgestoßen – der Kauf von Navtaq, der Start von Ovi Maps – und sich im Grunde vom Image der traditionellen Handyfirma gelöst. Erzähl uns ein bisschen was über die Entwicklung.

Vor ungefähr zwei Jahren kreierte Nokia das Dienstleistungs Unit, das Kunden zusätzliche Vorteile bieten sollte. Der Schritt vom führenden Handyhersteller zum Dienstleister ist natürlich eine großer, doch Nokia ist eine Firma die daran wächst sich neu zu erfinden. Es gab eine Zeit, in der Nokia Gummistiefel hergestellt hat, die Firma weiß also das ein oder andere über Veränderung. Der Ankauf von Navteq und der Vorstoß in den Bereich Kartographie sind Reaktionen auf die Rolle, die mobile Geräte allmählich im Alltag der Leute einnehmen. Das Gerät wird immer mehr zu einem Tor zu einer viel größeren Welt und wir arbeiten hart daran, ganz vorne dabei zu sein wo die virtuelle Welt auf die physische Welt trifft. Kartographie und Ortung im allgemeinen sind eigentlich die ultimative Manifestation einer Person in ihrer Welt. Es geht darum Geräte, Mobilität und Beziehungen zurück in die physische Welt der Menschen zu holen.

2. Wir haben dich vor kurzem beim ersten Scale Camp in Großbritannien sprechen hören. Du erwähntest, dass einer der schwersten Aspekte beim bauen von Ovi Maps nicht technischer Natur ist, sondern eher mit der internen Umstellung auf eine neue Arbeitsweise zusammenhängt. Kannst du das ausführen?

Während es natürlich definitiv viele komplizierte technische Hürden gibt ist eines der ersten Dinge die Leute an unserer Gruppe auffällt, dass wir sehr untypisch für einen Gerätehersteller sind. Wir versuchen unseren Laden mit Agile und Scrum Teams zu führen, mit einer sehr flachen Hierarchie und Offenheit sowohl gegenüber dem Rest von Nokia als auch in Bezug auf die Entwicklergemeinschaft als Ganzes. Als eine der jüngsten “Server Side” Gruppen bei Nokia gehen wir die Situation an, indem wir versuchen,  als gutes Beispiel voranzugehen. Traditionell verlangt der Herstellungsprozess für die Geräte ein hohes Maß an sehr strengen Kontrollen, Prozessen, Planung, Investition und Voraussicht. Auf Seite der Dienstleister müssen wir denselben genauen Ansprüchen gerecht werden, aber auch in der Welt der Internetgeschwindigkeit, häufigen Releases und Lieferung von Funktionalitäten leben. Diese Art von Verschiebung passiert organisch, von innen nach aussen. Aber weil wir sind wer wir sind ist es auch sehr wichtig, dass wir Teams und Funktionalität schnell skalieren. Diese manchmal gegensätzlichen Kräfte stellen sich als große organisatorische Herausforderung heraus, es ist schwierig die richtige Balance zu finden.

3. Vor ein paar Monaten hat Nokia das ebenfalls in London basierte Start-Up Dopplr gekauft, das sich auch mit Geographie beschäftigt, und einige Mitglieder des Teams stoßen jetzt zum OviMaps Projekt hinzu. Kannst du uns irgendwelche Details verraten?

Was ich sagen kann ist, dass wir uns sehr darüber freuen, dass dieses talentierte Team zu uns stößt! Ich habe mit einigen von ihnen in den letzten Monaten täglich zusammengearbeitet, und sie stecken voller großartiger Ideen. Kleine Firmen wie diese zu kaufen, die aus solchen erfinderischen und offenen Menschen bestehen, bringt eine sehr wertvolle und frische Perspektive in unsere Arbeit. Natürlich versuchen wir diese Talente so gut wie möglich einzusetzen. Sie nach Berlin zu locken war auch ziemlich einfach!


4. Eine Sache die wir hier im Blog oft erwähnen, worüber wir aber trotzdem immer wieder erstaunt sind, ist die phenomenale Geschwindigkeit in der sich die Online-Kartografie entwickelt. Google Maps, Bing, Cloudmade, OpenStreetMap und jetzt Ovi – Nutzern und Entwicklern steht immer mehr Auswahl zu Verfügung. Was glaubst was in den nächsten Jahren noch so passieren wird?

Ich glaube wir erleben grade nur die Spitze des Eisbergs und es gibt zwei Dinge die ich für wegweisend halte.

Zunächst, es gibt eine derartig phenomenale Menge an Information da draußen, von der keiner weiß, was er damit anfangen soll.  Von Adressen, POI-Daten, Reise und Routen bis hin zu sozialen Kontexten und “community commentary”. Manche Produkte wählen die Wühlkisten herangehensweise und schmeißen dem Nutzer einfach alles hin und lassen ihn selber aussortieren. Der Erwerb von Navteq hat uns wirklich in das Informations-Wettrennen katapultiert, wir haben die Möglichkeit sehr eng mit einer Firma zusammenzuarbeiten, die Menschen vor Ort hat, die POI verifizieren können und sehr genaue Daten liefern. Was Kartografie auf dem Gerät angeht sind Einfachheit und Genauigkeit am wichtigsten. Wenn wir Dienste erschaffen können, die dem Konsumenten die genaueste Information bieten können dann werden wir der erste Ansprechpartner auf dem Gerät. Mit offenen API für Geräte und Dienste glauben wir, dass wir die nutzbarsten Ortsinformationen bauen und verbreiten können und ein ortszentriertes Ökosystem drumherum aufbauen können.

Der zweite Punkt ist meiner Meinung nach Entdeckung. Wir haben relativ klare traditionelle Arten Orte auf der Welt zu finden – Adressen, Geokoordinaten, Regionen etc. – aber die Leute brauchen mehr. Sei es “finde interessante neue Orte die mir gefallen könnten” oder Spiele die auf Lokalisierung basieren, wir müssen einen Weg finden den Spaß und das Abenteuer zurück ins Entdecken von neuen Orten zu bringen. Dienste wir Dopplr geben Leuten einen Anreiz hinaus zu gehen, ihr Leben zu teilen und die Welt zu erforschen, um neue Orte zu entdecken. Wir tun unser Bestes diese Ideen weiterzuführen und auf ihnen aufzubauen, um den Leuten etwas zu geben das wertvoll ist und gleichzeitig Spaß macht.

Danke Josh – es freut uns zu sehen, dass ein weiteres Schwergewicht auf dem Markt die Online-Kartografie weiterentwickelt. Um mehr zu erfahren folgen Sie Josh auf Twitter @joshdevins.