Boehringer
Boehringer
Bestand: B 10
Name: Gebr. Boehringer GmbH
Ort: Göppingen
Geschäftstätigkeit: Maschinenfabrik, Eisengießerei
Umfang: 6 lfm Laufzeit: 1900-1980 Benutzbarkeit: Ja
Bestandsgeschichte
Der geschlossene Bestand, der alle Unternehmensbereiche abdeckt, wurde im Jahr 1981 übernommen.
Eine Besonderheit sind Unterlagen von Dr. Rolf Boehringer, die seine Tätigkeit in den Vereinigten
Drehbankfabriken (VDF) und der ERFA-Gruppe sowie seine ehrenamtlichen Tätigkeiten in
Ausschüssen und Verbänden dokumentieren.
Geschichte
Johann Georg Boehringer gründete 1844 eine mechanische Werkstätte in Göppingen, die sich mit dem Bau
von Dampfmaschinen beschäftigte. Daraus entwickelte sich in den 1870er Jahren eine
Werkzeugmaschinenfabrik, die sich seit Ende des 19. Jahrhunderts auf Drehbänke und Hobelmaschinen
spezialisierte und zu einem der größten deutschen Drehbankhersteller wurde. Seit ca. 1900 wurden auch
Revolverdrehbänke für die aufkommende Automobilindustrie gebaut. Die Firma gründete 1928 mit drei
anderen deutschen Herstellern eine Fabrikations- und Vertriebsgemeinschaft "Vereinigte Drehbankfabriken"
(VDF). Während des Zweiten Weltkrieges wurde auf Heeresproduktion umgestellt. 1972 ging Boehringer eine
Kooperation mit der Firma Oerlikon-Bührle AG in Zürich ein, die 1973 eine Mehrheitsbeteiligung erwarb.
1981 wurde der Firmenname in Oerlikon-Boehringer geändert.

