Moskau warnt USA vor Angriffen auf syrische Armee
Das russische Außenministerium hat in drastischen Worten vor möglichen US-Angriffen auf die syrische Regierungsarmee gewarnt. „Wenn eine direkte Aggression der USA gegen Damaskus und die syrische Armee beginnt, bringt das schreckliche tektonische Verschiebungen nicht nur für dieses Land, sondern für die ganze Region“, sagte Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa heute.
Ein Sturz des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad bedeute ein Machtvakuum, das nicht von der gemäßigten Opposition, sondern „von Terroristen aller Art“ ausgenutzt werde, sagte Sacharowa.
Neue Angriffe nach Ende der Waffenruhe
Die US-geführte Koalition flog bisher keine Angriffe auf die syrische Armee, es sind auch keine Planungen bekannt. Ein Luftangriff am 17. September, bei dem etwa 100 syrische Soldaten starben, sei ein Irrtum gewesen, erklärten die USA. Die USA und Russland streben eigentlich in ihren Verhandlungen eine Rückkehr zu der Waffenruhe an, die am 19. September nach nur einer Woche wieder zerbrochen war.
NGO: Spital in Aleppo von Fassbomben getroffen
Bei einem Luftangriff auf die umkämpfte syrische Stadt Aleppo wurde unterdessen nach Angaben einer medizinischen Hilfsorganisation erneut ein Krankenhaus getroffen. Im Krankenhaus M10, der größten Klinik im von den Rebellen kontrollierten Ostteil der Stadt, seien Fassbomben eingeschlagen, teilte die in den USA ansässige Syrian American Medical Society (SAMS) mit.
Ärzten zufolge ist die Klinik nun vollkommen außer Betrieb. Die Angriffe hatten für große Empörung gesorgt, UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon stufte sie als Kriegsverbrechen ein.




