Das Falter-Interview mit Niki Glattauer über seinen assistierten Suizid verstieß gegen die Medienethik, sagt der Presserat. Über den verantwortungsvollen Umgang mit einem brisanten Thema.
Vor genau 90 Jahren entwickelte sich aus einem – anfangs wenig erfolgreichen – Militärputsch der Spanische Bürgerkrieg. Der Faschist General Franco ging 1939 erfolgreich daraus hervor. Seine Diktatur sollte Jahrzehnte dauern.
Die Forschung an Universitäten und Unternehmen ist strukturell eingezwängt. Es fehlen Plätze mit jenem Freiraum, der oft revolutionäre Fortschritte begünstigt hat. Höchste Zeit, ein bislang ungenutztes Potenzial auszuschöpfen.
Woher kommen Sucht und Unzufriedenheit? Und was macht lebendig? Damit hat sich Michael Lehofer in einem Buch beschäftigt – und zeit seines Lebens als Psychiater und Psychotherapeut. Ein Gespräch.
Die „Wunderchemikalien“ PFAS können sich in der Nahrung und im Trinkwasser anreichern. Über eine viel diskutierte Substanzgruppe und deren Gesundheitsrisiko.
Algorithmen entscheiden zunehmend darüber, was Milliarden Menschen online sehen. Während manche Inhalte offen gesperrt werden, sinkt die Sichtbarkeit anderer unbemerkt – immer häufiger mithilfe von KI. Wo wird notwendige Moderation zu gezielter Steuerung?
Zum 100. Geburtstag des Benediktinermönchs David Steindl-Rast erscheint sein interreligiöses Engagement nur noch als Verzierung. Das wird seinem Wirken nicht gerecht.
Bertram Jäger prägte DIE FURCHE über Jahrzehnte als christlich-soziale Stimme. Am 6. Juli ist der frühere Herausgeber im Alter von 96 Jahren verstorben.
„The Stories“ von Abu Bakr Shawky schildert die Brieffreundschaft eines Ägypters und einer Österreicherin in den 1960er Jahren – und zeigt ein Spiegelbild der damaligen Zeit.
Die laufende WM hat jede Menge (Ent-)Täuschungen zu bieten: Nationen sind nur wackelige Konstrukte. Österreich ist doch kein „Wunderteam“. Und Donald Trump hat die FIFA zur Kenntlichkeit entstellt. Eine Zwischenbilanz.
Die KPÖ interpretiert Elke Kahrs Erfolg bei der Gemeinderatswahl in Graz als ideologische Identifikation mit der Kommunistin Elke Kahr. Echt jetzt? Ein Gastkommentar.
Für die einen war es eine Wissensrevolution, die den Traum des einfachen Lernens wahr werden ließ. Andere fürchteten Verdummung und Kulturverfall: warum das Aufkommen der Lexika im 18. Jahrhundert für den aktuellen Boom der Künstlichen Intelligenz lehrreich ist.
Das Caritas-Pilotprojekt „Kindergartensozialarbeit“ in der Steiermark, Oberösterreich und Salzburg unterstützt Familien präventiv. Eine neue Studie belegt die Wirksamkeit. Doch nun läuft die Finanzierung aus.
Die Erziehung und Versorgung von Kindern sind nicht nur private, sondern auch politische Aufgabe. Der Forscher Gottfried Schweiger mahnt die Verantwortung von Gesellschaft und Staat ein.
Warum DIE FURCHE lesen?
Zum 80-Jahr-Jubiläum der FURCHE haben wir Wegbegleiter:innen gefragt, warum sie DIE FURCHE lesen - und was dieses Blatt ausmacht.
„Auf vertrauten Umwegen“ von Julian Schutting nimmt sein Lesepublikum mit in die Gassen Wiens, verknüpft fragmentarische Alltagsszenen mit Poetischem, lädt ein zum Verweilen und glänzt durch sprachliche Virtuosität.
Fünf Jahre nach dem Antikorruptions-Volksbegehren sind noch viele Baustellen im Justizsystem offen. Eine neue Bundesstaatsanwaltschaft soll jetzt die Justiz unabhängiger machen, doch das geplante Modell überzeugt nicht.
Wie statt unkritischer Ehrfurcht gegenüber Rom journalistische Distanz und kritische Loyalität die Oberhand gewannen. Ein Rückblick auf österreichische Kirchen- und Mediengeschichte.
Vorbei an der Marktmacht großer Handelsketten organisieren sich einige Menschen selbst, um sich mit Lebensmitteln zu versorgen. Sind Lebensmittel-Kooperativen und Mitmach-Supermärkte die Zukunft?
Mit der Ernennung Hans Hermann Groërs zum Wiener Erzbischof am 15. Juli 1986 machte der Vatikan einen verhängnisvollen Fehler. Hat man daraus gelernt? Und wie sieht es heute bei Bischofsernennungen aus? Eine Einordnung.
Vor 40 Jahren wurde Hans Hermann Groër zu Wiens Erzbischof berufen – eine kirchenpolitische „Bombe“. Die verhängnisvolle Entscheidung sollte die katholische Kirche in Österreich in eine tiefe Krise stürzen.
Ehelosigkeit sagt nichts über die Qualität eines Priesters aus. Trotzdem ist die Entscheidung Josef Grünwidls im Falle Toni Fabers richtig, denn gerade das Wegsehen hat die katholische Kirche in den letzten Jahren in die Bredouille gebracht. Ein Gastkommentar.
In Tschechien wächst der Widerstand gegen die rechte Babiš-Regierung. Dahinter steht die Organisation „A Milion Chvilek“, die seit Jahren unbeugsam für die Demokratie kämpft.
Marie Franz war Schülerin, als sie ein sexuelles Verhältnis mit dem 40 Jahre älteren Konstantin Wecker einging. Rechtlich war das in Ordnung, aber moralisch? Definitiv nicht, sagt sie heute.
Das Wahlergebnis von 35,7 Prozent für Elke Kahr und ihre KPÖ bei der vergangenen Wahl in Graz übertraf sogar die Prognosen. Somit bleibt Graz (dunkel)rot – und anders.
Der Historiker Philipp Gassert zeichnet ein Bild der Vereinigten Staaten als widersprüchliche Macht: geprägt von globalem Einfluss, innerer Spaltung und dem ständigen Ringen um ihre eigenen Ideale.
Warum endet in den USA jede politische Ansprache mit „God bless America“, obwohl die Verfassung keine Staatskirche kennt? Die Antwort liegt im Ringen um die Unabhängigkeit, die den Grundstein für ein politisches Experiment mit quasireligiöser Erzählung bildete.
Der globale Temperaturanstieg verläuft drastischer als erwartet – und birgt das Risiko irreversibler Umbrüche im Klimasystem. Ein Weiter wie bisher ist grob fahrlässig.
Vor 74 (!) Jahren hat die FURCHE die Abschaffung des Weisungsrechts und damit eine unabhängige Staatsanwalt angeregt. Mit dem Gesetzesvorschlag für eine Bundesstaatsanwaltschaft kommt diese Forderung endlich in die Zielgerade. Oder droht ein Etikettenschwindel?
Allen römischen Aufforderungen zum Trotz haben die Piusbrüder am 1. Juli vier Männer zu Bischöfen geweiht. Für den Vatikan ist das eine Niederlage, die Traditionalisten können sich hingegen über viel Aufmerksamkeit freuen.
Ein Geburtstagslied mit schwieriger Melodie: Zwischen Stolz und Scham, Hoffnung und Ernüchterung schaut eine Amerikanerin auf 250 Jahre USA. Sie singt von widersprüchlicher Liebe zu ihrem Land, das Verheißung und Zumutung zugleich ist.
Am 5. Juli 1996 wurde das weltbekannte Klon-Schaf geboren. Viele fürchteten damals, der erste geklonte Mensch lauere schon um die Ecke. Wie ging es dann tatsächlich weiter?
KI-Konzerne machen Profit auf Kosten der Grund- und Menschenrechte, sagt Sandra Wachter. Die Professorin für Technologie und Regulierung ermutigt Öffentlichkeit und Politik, sich gegen die Übermacht der Tech-Giganten zu wehren.
Wieder einmal scheitert ein deutscher Vorstoß in Rom – auf reichlich kuriose Weise. Aber: An Predigtvollmachten zeigt sich, wie sich die katholische Kirche zu den systemischen Ursachen ihres Missbrauchskomplexes stellt. Ein Gastkommentar.
Kann es an den US-Zöllen auch etwas Gutes geben? Ein Kämpfer gegen Kinderarbeit sagt Ja. Denn trotz Gesetzen erreicht Zwangsarbeit weiter westliche Märkte. Washington fordert jetzt Ergebnisse, nicht nur Regeln.
Die Alpen verbinden viele mit bunten Almwiesen. Doch die alpine Flora ächzt unter dem Klimawandel. Ökologe Stefan Dullinger erklärt, welche Folgen das hat – und welche Rettungsaktionen jetzt angemessen wären.
Der Zug blockiert von Ultraorthodoxen, der Strand gesperrt für die „Pride Parade“ und im Pulk einer Demonstration gegen die Regierung in Jerusalem – Reise durch ein gespaltenes Land.
Bleibt Graz auch nach den Gemeinderatswahlen am Sonntag die Stadt, die anders ist – weil sie von Dunkelrot-Grün-Rot regiert wird? Eine ganz persönliche, politische Zustandsbeschreibung.
Braucht das Herz aufgrund verengter Koronargefäße eine Umleitung, ist ein Bypass erforderlich. Das ist kein Spaziergang für den Organismus. Bei einer neuen Operationsmethode verläuft der Eingriff nun minimalinvasiv. Was ist davon zu erwarten?
Für den Philosophen Michel de Montaigne war Reisen keine bloße Zerstreuung, sondern eine Schule des Geistes. In ihrer Kolumne erklärt die Philosophin Katharina Lacina, warum sich das Unterwegssein lohnt.
Jahrelang hat Viktor Orbán als Premier Ungarns Medien massiv unter Druck gesetzt. Aber wie steht es heute um sie, knapp zwei Monate nach seiner Abwahl? Ein persönlicher Blick nach Ungarn.
Warum nicht das Wort „Remigration“ hochproblematisch ist, sondern die dahinterstehende, identitäre Idee. Und warum es bei der Integration(spolitik) Differenzierung braucht. Ein Gastkommentar.